Stadt Owen,
26.01.2009
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Sehenswürdigkeiten
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Unser Hausberg, die Teck, ist ein Ausläufer der Schwäbischen Alb. Sie ist 775 m hoch und bietet als beherrschender Mittelpunkt der Gegend einen weiten Ausblick ins Land hinaus. Zur Zeit Barbarossas erbauten die Herzoge von Zähringen, welche damals auf der Weilheimer Limburg saßen, eine Schutzburg zur Überwachung des Lenninger Tales. Der älteste Nachweis für die Teck steht in einem Vertrag von 1152 zwischen Kaiser Barbarossa und Herzog v.Z. Der Herzog erhielt die Herrschaft über Burgund und Provence. Dafür musste er versprechen, am geplanten Italienzug mit je 500 gepanzerten Reitern und Bogenschützen teilzunehmen. Als Pfand übergab er Barbarossa die Burg Teck samt Dienstleuten und Gütern. Der Zähringer hielt sein Wort und bekam 1156 Pfand wieder zurück. Nach Bertholds Tod erbt dessen Bruder Adalbert die Teck und nennt sich als Erster: Herzog von Teck. Zwei Jahrhunderte lang erlebte dieses Herrschaftsgebiet eine glänzende Zeit, dann wird es dem Haus Württemberg einverleibt. Im Bauernkrieg 1525 sank die stolze Burg in Schutt und Asche. 1736 wollte Herzog Karl Alexander v.Württ. die Teck, zum Schutz gegen die fortwährenden Franzoseneinfälle, zu einer Landesfestung ausbauen. Wegen seinem plötzlichen Tod wurden die Bauarbeiten nicht weitergeführt. 1864 unternahm es der Kirchheimer Verschönerungsverein, die Teck zu einem lohnenden Ausflugsziel zu machen. Er baute im laufe der Zeit oben eine Nothütte als Wetterschutz, dann einen Aussichtsturm, eine Schenke mit Wohnung die Mörikehalle. 1939 legte er sogar noch eine Wasserleitung zur Teck vom Bissinger Tal herauf. 1941 übernahm der Schwäbische Albverein die Teck. 7 Jahre später hatte sie elektrisches Licht. Nachdem die finanziellen Schwierigkeiten des unglücklichen II. Weltkriegs einigermaßen überwunden waren, beauftragte der Albverein Dr. Krüger, Stuttgart, mit dem Umbau der Burg. Die Neuerung galt der Toreinfahrt, der Wirtschaft, dem Wanderheim und dem Turm. Der alte Turm war im Stil von Neuschwanstein gebaut. Seine unschönen Aufbauten bildeten gefährliche Windfänge. Sie wurden deshalb abgenommen. Dem anprallenden Sturm wurde eine verringerte Fläche entgegengestellt und alle Dachziegel der Gebäude mit Draht an den Latten festgemacht. Nachdem die falsche Romantik-Auffassung beseitigt und die ganze Bauerei im Jahr 1955 beendigt war, konnte jedermann feststellen: Die gesamte Burganlage der Teck ist zweckmäßig und gut erstanden. Sie hat in der Tat ein einheitliches, sehr schönes Bild in unserer Landschaft. |
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Marienkirche Mit ihrer harmonischen Form ist sie ein schönes Denkmal der Hochgotik. Sie gilt als ein Juwel der Kirchenbaukunst. Die klaren ausgewogenen Maße im Innenraum sprechen den Beschauer sofort an. Wir sehen einen weiträumigen auf 6 mächtigen Rundsäulen ruhenden 3 schiffigen Hallenbau mit östlich angelehnten Chor. Das breite, überhöhte Mittelschiff hat keine eigenen Oberfenster mehr, wie die Basilika. Das Licht strahlt nur durch die Seitenfenster herein und erhöht dadurch die Breitenwirkung. Dies wird ermöglicht, weil die hölzernen Seitenschiffdecken schräg sind; aber die Decke des überhöhten Mittelschiffs flach ist. Maßgebende Fachleute, wie v.Leins, Gradmann, Dr. Schahl, Klemm, Dr. Haßler, Professor Seytter u.a. sehen den besonderen Seltenheitswert der Owener Marienkirche darin, dass sie als eine der allerersten Kirchen in Württemberg als "Staffelkirche" gebaut wurde. Die Staffelhallen sind die für die schwäbische Gotik des 15. Jahrhunderts bezeichnende Übergangsform von der Basilika zur Hallenkirche. Das zeigt den Wandel von der Andachtskirche zur Predigtkirche, die eine schallweite Halle braucht. Der kostbarste Teil unserer Kirche zeigt sich im Blick durch den spitzen Triumpfbogen zum Chor. Er gilt als schönster im Altkreis Nürtingen. Wenn wir im Langhaus noch das Wuchtige finden, so offenbart sich in diesem Chor das Innige der Spätgotik mit dem feingegliederten Kreuzgewölbe, dessen Rippen auf Konsolen ruhen. Der Chor ist auch in der Außenansicht (von der Kirchheimer Straße herüber), von großer Schönheit durch die fast völlige Auflösung der Wandlfäche in maßverzierte Spitzbogenfenster und durch die Schlankheit der zwischengestellten Strebepfeiler. Nördlich angelehnt an den Chor ist ein romanischer Glockenturm mit Klangarkaden aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrh. Er ist der letzte Rest einer früheren noch älteren Kirche. Sein Baumaterial ist Kalktuff. Am reichprofilierten Westportal fällt ein Rundfester auf und eine steinerne, sehr verwitterte Madonnenstatue. Diese erinnert an den alten Namen "Unser lieben Frauen Gotteshaus", als Schutzpatronin desselben. Die mächtige Kirchhofummauerung weist darauf hin, dass wir es mit einer alten Wehrkirche zu tun haben. Sie bildete bei einem feindlichen Angriff die letzte Zuflucht für die Bewohner der Vorstadt.
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Die Grablege der Herzöge von Teck Sie ist im Chor der Marienkirche in Owen zu finden. In dem sehr schönen, kreuzrippengewölbten Chor der Marienkirche in Owen steht
zwischen Altar und Triptychon seit Jahrhunderten ein großer Steinsarg. Auf
seiner Deckplatte sehen wir das Teckwappen, darüber als Helmzier einen
rautengeschmückten Adlerkopf mit dreizackiger Krone. Bei den Teckern waren sonst
als Helmzier Pfauenfedern oder Brackenkopf üblich. Diese Besonderheit des
Adlerkopfes mit Krone wird von den Heraldikern gedeutet als Hinweis zur
Königswahl von 1292, wo angeblich der Herzog Konrad II von Teck zum Nachfolger
Rudolfs von Habsburg gewählt worden sei. Ihrer Meinung nach wurde dieses
Grabmonument für den Teckherzog Konrad II. errichtet, der im Mai 1292 in Owen
begraben worden ist. Auf der Deckplatte des Steinsarges ist in gut lesbarem
Flachrelief folgende Umschrift eingehauen: SVB + SAXO + ILLVSTRISSIMORVM +
ALLEMANNORVM + DVCVM + DE + TECK + OSSA + SEPVLTA + SVNT+ET + RECONDITA (=Unter
diesem Stein sind die Gebeine der erlauchten alemannischen Herzoge von Teck
begraben und wieder beigesetzt worden). Damals wurde für U stets ein V oder W
geschrieben, also vnd=gesprochen und, Frow=gesprochen Frau. Dies hat sich im
Namen unserer Stadt bis zum heutigen Tag erhalten: Owen = Auen. Auf Befehl des Herzogs Ludwig von Württemberg wurde diese Grabstätte am 14.
Dezember 1579 geöffnet und von Fachleuten untersucht. Sie kamen zu der
Überzeugung, dass es sich hier nicht um ein Einzelgrab handeln könne, sondern
dass offensichtlich beim Neubau der Marienkirche (Stadtbrand 1385) mehrere
Herzogsgräber zusammengelegt worden waren. Dies erkläre auch die Worte der
Inschrift: ET + RECONDITA (=und wieder beigesetzt). Moser, ein Mitglied des
ehemaligen Königlich statistisch. topographischen Bureaus, berichtet dazu, es
seien hier dreizehn teckische Herzoge und Herzoginnen an diesem Platz beerdigt
worden. Von elf derselben wissen wir auch ihre Namen. Sie sind aufgeführt in der
"Württembergischen Chronik" des Professors J.U.Steinhofer, der 1709 in Owen
geboren wurde.
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Geschichtliche Daten Die Hintergründe und Ermittlungen zur Namensgebung Zur eigentlichen Planung, Sanierung und neuen Nutzung |
![]() Bernhardskapelle Außenansicht |
Saal im Obergeschoss |
Saal im Untergeschoss |
| Bernhard von Clairvaux
Wandbild vom Namenspatron in der Owener Bernhardskapelle Bernhard von Clairvaux. |
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