Stadt Owen, 12.07.2007
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Geschichte



Owen hat seine altdeutsche Schreibweise bis auf den heutigen Tag beibehalten; ausgesprochen wird es "Auen". Das bedeutet wasserreiche Talaue.

Das Städtchen liegt am Fuße der Teck, im Tal der Kirchheimer Lauter. Aufgrund der bisherigen Bodenfunde geht seine Gründung auf die römisch-alemannische Zeit zurück. Eine erste schriftliche Erwähnung finden wir um 1100. Durch die Stadtherren, die Herzöge von Teck, wurde es ums Jahr 1200 zur Stadt erhoben, als ihre Stadtresidenz zur Überwachung des Verkehrs auf der Talstraße. Sie wurde durch mächtigen Wall und Graben geschützt und durch starke, teils doppelte Mauern wehrhaft gemacht. Reste des Stadtgrabens und der Stadtmauer sind noch vorhanden. Das Stadtwappen ist ein schwarzes O in silbernem Feld, die Stadtfarben sind weiß und schwarz.

Der älteste Teil der Siedlung, die sogenannte Vorstadt, liegt außerhalb des ummauerten Städtchens. Dort befindet sich auch die Marienkirche, eines der ältesten und schönsten Bauwerke unserer engeren Heimat. Sie stammt aus der Blütezeit der Gotik und weist für die schwäbische Gotik des 15. Jahrhunderts jene bezeichnende Übergangsform von der Basilika zur Hallenkirche auf. In ihrem Chor ist die Grablege der Herzöge von Teck und die Grabplatten der örtlichen Edelfamilien zu sehen.

Im 13. und 14. Jahrhundert erlebte Owen unter der Teckherrschaft seine schönste Blütezeit. Die mittelalterliche Geschichte Owens wurde geprägt von den Herzögen von Teck, die damals zu den glänzendsten Geschlechtern des Hochmittelalters gehörten, und ihren Edelleuten. Owen war eine selbständige Stadt mit einem adeligen Amtmann, eigenem Blutbann-, Zoll- und Marktrecht.

Durch Kauf ging Owen samt der Teck an die württembergische Herrschaft. Die Burg Teck wurde im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt.

Haupterwerbszweige der Bürgerschaft in Owen waren in früheren Zeiten Weinbau und ausgedehnter Weidebetrieb für Schafe und Rindvieh. Heute spielen diese hier nur noch eine geringe Rolle.

Großes Elend erlebte die Stadt im 30jährigen Krieg. In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges, am 20. und 21. April 1945, wurden durch feindliche Fliegerbomben 53 Häuser zerstört.

Nach der Währungsreform 1948 entwickelten sich neben dem Wiederaufbau der kriegszerstörten Gebäude im alten Ortskern neue, moderne Wohnsiedlungen, besonders im östlichen Teil des Ortsbaugebietes. Industrielle Betriebe wurden vergrößert und neue angesiedelt. Mittlere Betriebe nahmen ebenfalls am Wirtschaftsaufschwung teil.

Auch von Fremden wird unser Städtchen gerne besucht, denn malerisch liegt es hingebettet am Fuße der Schwäbischen Alb, mit Wiesen, Äckern, Obsthängen und herrlichen Wäldern.


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